ich habe an einem archäologischen festival teilgenommen, welches östlich von ankara stattfand und mit FESTIVAL wohl sehr, sehr falsch postuliert ist.
| tine im yeti-kostüm |
im anschluss wurde unsere gruppe, die überwiegend aus archöologiestudenten bestand, eine straße weiter in ein haus exakt gleicher bauart zum musizieren und essen geführt.
| ein musikant der türkischen folklore, wie unschwer an seiner kleidung zu erkennen ist |
hier haben wir auch die herren botschafter aus den USA und Australien kennengelernt.
...ein recht amüsanter haufen aus personenschützern, betreuern, ehefrauen und pseudowichtigen herren. hier frontal in der loge sitzend
im anschluss gabs endlich was zu essen. ein potpourrie beschwingter, einfach darzubietener lebensmittel, zweckmäßig dekoriert- dazu wasser. interessanter gestaltete sich dagegen das gespräch mit den herren rechts im bild, die alle aus verschiedenen ländern kamen und auch an der METU studieren.
die welt ist halt doch ein dorf
besonders imposant sind die handlichen bodenvasen im hinterhof gewesen. mutti ich hätte dir gern eine mitgebracht, aber ich hatte nur den kleinen rucksack mit !
nach diesem ausgiebigen mahl gings auch fluchs weiter zur augrabungsstätte.
allerdings nicht ohne einen kurzen vitaminschub...
die melonen hier sind weltklasse! ganz anders als in deutschland, viel süßer und geschmackvoller. fast als wären da geschmacksverstärker drin ;)
...wenn das mal kein seeliges melonen-lächeln ist
auch die fahrt hin zum fundort historischen ruinen gestaltete sich als aufregend. hinter uns war stets partylicht:
die botschafter sind wohl selber mal ethnologen oder sowas gewesen und haben gerade deshalb besonderes interesse an derartigen ausgrabungen. da sie wohl gute spender sind, wurden ihnen sämtliche wege durch mächtige autos erleichtert...
| ob die hören, wenn man da außen an die scheibe klopft? |
war aber gut für die oberschenkel!
unsere gruppe versuchte also mit aller mühe sämtliche rückräder, füße und knöchel zu schonen und so unbeschadet den gipfel zu erklimmen.
...das hier ist allerdings ein foto vom abstieg, nicht wundern, wir gehen nicht rückwärts den berg hoch !
neben einer reihe skurriler pflanzen...
... war besonders der ausblick ein highlight.
| eindrucksvoll |
naürlich ein pflichtmäßiges deutsches gruppenfoto.
besonderes augenmerk ist auf inas pulli zu legen:
ein ODTÜ (=METU auf türkisch) fansouvenir
der abstieg stellte sich, total durchgefroren vom wind, als sehr halsbrecherisch dar, wurde aber gesund und inklusive aller gliedmaßen gut überstanden.
strapazen überstanden, nun kanns angenehm werden. angekommen in einem öko-dorf, welches wohl gerade dadurch bekannt ist, dass es sein essen auf satellitenschüsseln kocht und anhand derer auch feuer entzündet (leider nicht mit einem foto belegt)...
...wurde uns dann lahmacun gereicht.
wir erwarteten zwar essen aus dem mikrowellengeschirr aber im stall von vielen frauen per hand zubereitetes essen ist tatsächlich nicht zu verachten!
es gab sogar verschiedene sorten.
spinat und weißer käse
tomate - sehr scharf
und hackfleisch, welches tatsächlich unsagbar lecker war.
lässig an irgendeiner solaranlage sitzend haben wir uns dann mit den teigfladen und ayran im plastebecher (besonders ökologisch!) beschäftigt. was will man eigentlich mehr, idylle pur!!! :)
nun kann eigentlich der folklorepart starten.
doch wo sind eigentlich die wichtigen herren in ihren makellosen kostümen geblieben?
in einem zelt auf einer wiese sitzend, aßen diese nämlich wunderbaren ebly-reis mit frischem tomatensalat und döner (-fleisch). als diese dann ihre mahlzeit beendet hatten, konnten auch wir nochmal zugreifen und stellten fest, dass dieses fleisch eigentlich auch nur gulasch mit wenig soße ist. gut wars trotzdem:
nun tatsächlich zur folklore...
zunächst war es eine fabelhafte tanzgruppe, die mit einer erstaunlich einfachen schrittfolge unterhielt.
eigentlich sehr eindrucksvoll, wie ein so kleines dorf eine so große anzahl an mehr oder weniger gleichaltrigen mädchen hervorbringen kann
später stießen die botschafter hinzu und tanzten nach traditioneller, türkischer männer-manier
die musikalische untermalung kam in form einer "uwe-sela" und einer trommel ungeahnten klangvolumens von den einheimischen
nachdem auch das glücklich und zufrieden überstanden war, traten wir unsere 4 stündige heimreise mit dem original ODTÜ-bus an
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