so, tine war mal wieder touristisch unterwegs und kappadokien gehört zu den touristischen highlights dieses landes -was ich nur bestätigen kann.
um euch einen ersten eindruck zu geben hier schon einmal eine auswahl der zauberhaftesten landschaftsbilder:
...und mir:)
obligatorisch, ihr wisst bescheid:)
ein riesiger berg, und ich tipp mit dem finger drauf...
was der herr dort im hintergrund macht, kann ich allerdings nicht eindeutig identifizieren...
das sind diese berühmten höhlen
zum teil sollen dort heut noch menschen drin leben, natürlich nicht hier, denn hier gibts weit und breit nicht außer unberührte landschaft (und ständen an denen mal plunder kaufen kann!)
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das tal der untergehenden sonne
:)
jetzt seid ihr erst einmal fasziniert. dann kann ich ja zur reiseberichterstattung übergehen:
die hinfahrt wurde, mal wieder, eine nachtfahrt. was im prinzip unheimlich clever ist. man spart sich das hotel und kommt unheimlich erfrischt im zielort an. nur leider lässt bei mir das schlafen im bus doch sehr zu wünschen übrig. erholt und ausgeschlafen starteten wir dann trotzdem in den neuen tag.
ina hat sogleich unser hotelbett ausprobiert, während ich unseren ausblick fotografierte. uns ging es mal wieder mehr als gut in dem moment
tatsächlich hatte das hotel sogar einen hotelpool. ob der nun aber für den winter abgelassen wurde oder einfach noch nicht fertig gebaut ist, bleibt wohl für immer ein geheimnis
insgesamt gab es innerhalb dieser stadt doch sehr viele hotels. die schönheit kappadokiens ist wohl kein geheimnis. dennoch machte die gegend nicht den eindruck einer voll auf tourismus ausgelegten stadt. man konnte sich zu jeder zeit frei bewegen, ohne gleich von fliegenden händlern angesprochen oder mitgezerrt zu werden.
hier auch die ein oder andere impression von hotelinneren.
zunächst waren wir unheimlich positiv überrascht, sehr nobel -rein optisch.
später blieb dann allerdings zuerst das warme wasser weg und dann auch noch der strom.
komisch, als normalreisender hätte man sich beklagt. jetzt, als erasmusstudent kann man duchaus damit leben und macht halt das beste draus. ihr wisst ja: kalt duschen strafft die haut! ^^
nach einem kurzen frühstück im hotel, konnten wir auch gleich aufbrechen. und zwar ging es erst mit einem englischsprachigen (???) führer einige aussichtspunkte besuchen, wo wir massenhaft landschaftsaufnahmen tätigen konnten und dann in ein, ich nenne es mal: museumsgebiet.
dies scheint ein verhältnismäßig abgeschottetes tal gewesen zu sein, welches wohl mit einem dorf vergleichbar ist. sämtliche bauwerke, wohnungen und andere stätten waren innerhalb der felsen gebildet.
hier konnten wir uns so richtig austoben, die höhlen besichtigen, zwischen den bergen lustwandeln und unsere kletterkentnisse verfeinern.
notiz an mich: schwarze hosen sind nichts für solche ausflüge und höhenangst ist mitunter auch wenig zweckdienlich!! :)
hier mal ein gruppenfoto von einem großteil der erasmusgruppe.
wir sind wirklich ein bunt zusammengewürfelter haufen aus vielen teilen der erde.
mich findet ihr hinten links
der herr im vordergrund ist der chef vom ESN, das ist die organisation, die sich um sämtliche "außeruniversitäre" ausflüge kümmert
nach einigen busstops zum zwecke der landschaftsaufnahme, gab es endlich wieder was zu essen. wir wurden zu einer art kanTINE geführt, in der man für 8TL ein all-you-can-eat-buffet vorfand. dieses war zwar nicht von besonderer qualität, machte aber satt und war darüber hinaus billig.
bald merkten wir, das diese platzteller, die hier zur deko auf dem tisch stehen, eine art kappadokische besonderheit sind,
denn nach dem schmaus ging es direkt in eine töpferei.
begrüßt wurden wir von einem türkischen original:
sehr vertieft in seine arbeit, schien er uns bei seiner täglichen arbeit fast gar nicht bemerkt zu haben
umso interessanter war es für uns zu sehen, wir er mit allerhand geschick in kürzester zeit die grundform dieser prächtigen teller fertigte.
die drehung des fertigungstisches wurde hier schon über einen motor betrieben, sodass er sich wirklich nur auf sein handwerk konzentrieren brauchte.
-sehr beeindruckend-
doch leider mussten wir diesen interessanten punkt verlassen, um...
....einem anderen faszinierenden schauspiel beizuwohnen.
angetrieben wurde sein arbeitsplatz jedoch manuell...oder peduell????
sicher beötigt man hierfür jahrelange erfahrung.
unser guide erzählte uns, dass es in diesem ort eine lange töpfertradition gäbe, die überwiegend von 4 großen familien weitergetragen wird. für einen jungen herren sei es pflicht töpfern zu können, denn nur dieses talent ist die voraussetzung auch eine frau zu finden.
er muss nämlich einen topf fertigen, dessen deckel auch exakt passt, also weder zu groß noch zu klein ist.
das erklärt auch den spruch: jeder topf hat einen deckel -wieder was gelernt!
aus einem simplen tonklotz, hat dieser herr eine sehr filigrane und, rein optisch, sehr moderne vase geschaffen.
derart konzentriert hat er dabei den zustand seiner kleidung wahrscheinlich gar nicht bemerkt.
nach dieser beeindruckenden vostellung wurden wir, selbstverständlich, in den verkaufsraum geführt. der allerdings vor faszination nur so glühte.
vasen, aschenbecher, wandbilder, uhren und allerlei andere exponate konnten hier käuflich erworben werden.
auch der preis ging eigentlich, denn uns wurde ja erzählt, dass wir nicht dne touristenpreis zahlen müssen...da hat man gleich ein besseres gefühl:)
hier das wahrscheinlich beeindruckenste exemplar der ausstellung.
doch dafür haben mal wieder meine portablen kapazitäten nicht ausgereicht....
es folgte:
DAS ROMANTISCHE HIGHLIGHT unserer reise
der sonnenuntergang in einem unberührten tal, inmitten beeindruckender steinformationen, felswohnungen und einer unendlichen landschaft
hier haben wir es uns eine ganze zeit richtig gut gehen lassen.
kennt ihr das, wenn ein moment so magisch ist, das selbst die kälte egal ist???
ich war wirklich verzaubert und kann derartige ausflüge jedem türkeireisenden nur wärmstens empfehlen!
an den straßenrändern gab es darüber hinaus auch immer die möglichkeit eines kamelritts.
für 1TL konnte man die tiere auch fotografieren
touristischen komerz gibts halt überall....
aber nun ist es doch ganz wichtig etwas gegen die kälte zu tun. cay gibts hier überall an allen ecken. man kenn diesen am ehesten als schwarzenteebowle mit wasser verstehen.
also tee, inklusive früchte (blätter) in unheimlich niedlichen gläsern auf hübsch verzierten untersetzern.
...das tat gut
aber nach einbruch der dunkelheit ging es auch zurück ins hotel. kurzes abendessen, kalt duschen und fertig machen für die türkische nacht.
ein reich gedeckter tisch mit nüssen, frischem obst und allerlei unalkoholischen getränken wartete hier schon auf uns
nach einiger zeit wurde uns auch ein original türkisches spektakel offeriert.
dies stellt wohl die henna-nacht dar. eine türksiche tradition, die an dem abend vor der hochzeit zelebriert wird.
die damen werden rundum rasiert und mit henna angehübscht, während die herren ähnliches tun und alles mit allerlei tanz und feierei abrunden
auch einige religöse tänze wurden uns gezeigt.
sogar derwische zeigten uns ihre prächtige show
doch mein persönliches highlight war die bauchtänzerin. formschön motovierte sie allerlei herren zum mitmachen.
ihre darbietung war wirklich unheimlich beeindruckend und endete in einer, ich nenn es mal: tanzorgie, sämtlicher zuschauer auf der tanzfläche. das war dann auch das gelungene ende der show und wir konnten selbst an unseren türkischen tanzkenntnissen pfeilen...
....oder uns an den einheimischen alkoholitäten erfreuen
mein erstes mal raki
-und wohl auch mein letztes mal!!!
seis drum, der nächste tag:
...began etwas schwunglos
warum genau man das in deutschland "einen kater haben" nennt, konnten wir schlussendlich zwar nicht klären
...aber eine weinverkostung mittags um 12 war definitiv der falsche weg
doch der rest war begeistert, die location war hübsch und der wein scheint auch geschmeckt zu haben.
mehr statement kann ich leider diesbezüglich nicht abgeben, sorry!
nachdem das überstanden war und die lebensgeister mich so langsam wieder hatten, besichtigten wir eine dieser underground-städte.
hier haben die frühen dorfgemeinschaften gewohnt. eine derartige wohneinheit unter der oberfläche kühlt im sommer nicht nur unheimlich gut, sondern bietet auch einen 1A schutz gegen feinde oder solche, die es werden wollen.
ich meine dies war entweder der weinkeller oder die kirche. leider sahen sich die räumlichkeiten sehr ähnlich, sodass mein erinnerungsvermögen zu wünschen übrig lässt
hierbei handelt es sich defintiv um einen der sehr, sehr engen gänge.
die die türken ja alle sehr klein sind, und früher sicher noch kleiner waren-für diese kein problem, doch der ein oder andere rucksack-tourist hatte wohl sein tun.
gut, dass es angenehm kühl dort unten war, sodass auch das viele treppensteigen in gebückter haltung auszuhalten war.
bald darauf meldeten sich auch unsere mägen wieder und wir aßen kollektiv gözlem
eine herzhafte, eierkuchenartige, türkische köstlichkeit, die sowohl mit spinat und weißem käse also auch mit kartoffeln gefüllt sein kann.
man isst sie gemeinhin mit den fingern und sie werden in aller ruhe von derartigen muttis zubereitet.
schön sind auch die kellner in diesem ort gewesen. da meint man, die herren sehen alle tage touristen, doch für diese waren wir was ganz besonderes. getränke gabs umsonst, eurpäische, musikalische beschalung sowieso und zu guter letzt: für jeden ein altes Lira stück, meins ist 500TL wert....doch leider konnte ich dafür noch nichts erwerben. aber ich bleib am ball!
last but not least: ein trip in ein trip in unvergleichliche, landschaftliche imposanz:
dies ist ein tal inmitten scharfer felswände.
der fluß, der das alles mal gebildet haben muss, fließt dort noch heute. allerdings wohl wesentlich behutsamer
hier haben wir den gesamten abend und wieder einen sagenhaften sonnenuntergang verbracht.
4km soll die absolvierte tour scheinbar gemessen haben, doch bei den vielen anblicken und eindrücken, war es nur ein kleiner spaziergang am abend.
eigentlich genau der richtige abschluss für eine solch herrliche reise!